| Wir wollen weiter an der Spitze Deutschlands stehen |
| Donnerstag, 26. Januar 2012 | |
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SPD-Fraktionschef Ralf Holzschuher hat heute die zentrale Rolle der Energiepolitik unterstrichen. In seiner Rede verdeutlichte er die großen Herausforderungen der eingeleiteten Energiewende. Er sagte: „Energie wird in Zukunft nicht mehr nur einer Handvoll großer Kraftwerke produziert, sondern in jeder Ecke unseres Landes. Und dort muss Energie gespeichert oder in andere Teile Deutschlands transportiert werden.“ Vor diesem Hintergrund forderte Ralf Holzschuher mehr Ehrlichkeit in der Debatte. Mit Verweis auf nötige neue Stromleitungen sagte er: „Wer will, dass die Energiewende gelingt, der darf nicht gleichzeitig auf die Barrikaden gehen, wenn es um die konkreten Begleiterscheinungen der Umsetzung geht.“ Es sei daher auch Aufgabe aller politischen Akteure, um Verständnis und die Zustimmung der Menschen vor Ort zu werben. Ralf Holzschuher lobte den Entwurf der Energiestrategie des Landes. Schon heute sei Brandenburg erfolgreichstes Land bei den erneuerbaren Energien. „Wir wollen weiter an der Spitze Deutschlands stehen“, sagte Holzschuher. „Deshalb hat sich die SPD-Fraktion zum Ziel gesetzt, dass Brandenburg bis 2030 in der Stromerzeugung rechnerisch seinen und den Gesamtbedarf von Berlin vollständig aus erneuerbaren Energiequellen deckt.“ Zugleich stellte der SPD-Fraktionschef klar, dass ein schneller Ausstieg aus der Braunkohleverstromung angesichts der Unwägbarkeiten der erneuerbaren Energien zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht verantwortbar sei. Schließlich sichere Brandenburg nicht nur den eigenen Bedarf, sondern auch die Energieversorgung des Industriestandortes Deutschlands. „Wer das in Frage stellt, gefährdet auch unseren Wohlstand“, so Holzschuher. „Die SPD-Fraktion bekennt sich klar zu Brandenburg als Energie-Exportland!“ Ralf Holzschuher erläuterte auch die Herausforderungen der Energiewende. „Erst wenn geeignete Speichertechnologien zur Marktreife entwickelt und benötigte Stromnetze ausgebaut sind, werden wir auf die Braunkohle als Brückentechnologie verzichten können. Wir in Brandenburg tun alles dafür, dass diese Energiewende gelingt. Aber niemand kann heute vorhersehen, wie lange wir dafür noch brauchen. Wer etwas anderes sagt, der handelt weder seriös noch verlässlich. Verlässlichkeit ist aber das A und O einer guten Energiepolitik.“ |
