Ralf Holzschuher
Stark für Brandenburg

Ralf Holzschuher: „Kultur muss endlich wieder Chefsache werden.“

Die Situation am Brandenburger Theater ist in den letzten Tagen in den öffentlichen Fokus  gerückt. Der Wirtschaftsplan 2016, der derzeit in den Ausschüssen der SVV beraten wird, zeichnet ein düsteres Bild für die nächsten Jahre und stellt existenzielle Fragen. Der Brandenburger Landtagsabgeordnete Ralf Holzschuher hat aus diesem Grund in den letzten Tagen viele Gespräche in der Stadt und im Land geführt.

Ralf Holzschuher: „Die Situation am BT beunruhigt mich. Erst gestern habe ich mich mit Kulturministerin Dr. Münch über die aktuelle Situation ausgetauscht. Wir sind uns einig, das Brandenburger Theater muss erhalten bleiben. Die aktuelle Situation erfordert ein gemeinsames Handeln von Stadt und Land. Dabei ist es Aufgabe der Stadt ein klares Zukunftskonzept für das Theater zu formulieren und sich zum Kulturstandort Brandenburg an der Havel zu bekennen. Im Land wird derzeit eine sehr intensive Diskussion darüber geführt, wie die Kulturfinanzierung auf eine andere breitere Basis gestellt werden kann. Leider beteiligt sich Brandenburg an der Havel bislang nicht an dieser Diskussion. Deshalb muss Kultur in der Stadtverwaltung wieder Chefsache werden und man mit den Entscheidungsträgern im Land endlich in ernsthafte Gespräche treten. Ich bin gerne bereit diese Gespräche intensiv zu begleiten.“

Ralf Holzschuher traf sich in den vergangenen Tagen mit Vertretern der Hausleitung, der Belegschaft und Aufsichtsräten, um gemeinsam nach einer Lösung zu suchen. Das Brandenburger Theater wurde 1817 gegründet und das erste Stück, das auf der Brandenburger Theaterbühne gegeben wurde,  war Maria Stuart. Dort heißt es: „Was man nicht aufgibt, hat man nie verloren.“, in diesem Sinne formuliert Ralf Holzschuher weiter: „Wir müssen gemeinsam eine Lösung finden, wie wir das Brandenburger Theater und die Symphoniker als kulturellen Leuchtturm der Stadt und der Region erhalten. Und wir müssen den Künstlern zeigen, dass ihre Arbeit Wert geschätzt wird. Doch das fällt angesichts der Ausgangslage der Tarifverhandlungen schwer, wenn schon zwei weitere Jahre ohne Lohnzuwachs angekündigt sind. Das Land steht in der Pflicht die überregional bedeutende Kultur zu stärken, dieser Pflicht ist es sich auch bewusst. Doch solange die Stadtführung nicht das Gespräch sucht, verspielt sie mit ihrer Blockade im Zweifel alle Chancen, die die derzeitigen Diskussionen bieten.“